Unternehmen aus der Region schneiden gut ab
Den einen glückte der Start in die Selbstständigkeit, die anderen waren erfolgreich bei der Suche nach einem Nachfolger oder meisterten den Weg aus der Krise: Neun Firmen dürfen sich seit gestern "Unternehmen des Jahres in Rheinland-Pfalz" nennen und ein Jahr lang mit der Auszeichnung "Phoenix 2006" für sich werben. Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage hob die Vorbildfunktion der Gewinner hervor: "An diesen Beispielen wird deutlich, dass man wie Phoenix aus der Asche zu den Höhen des wirtschaftlichen Erfolges aufsteigen kann", sagte er. Hans-Joachim Metternich, Sprecher der Geschäftsführung der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, bezeichnete es als Ziel, den Unternehmen trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage Mut zu machen.
Alle prämierten Unternehmen waren zuvor auch schon auf regionaler Ebene erfolgreich. Die IPS Software GmbH aus Mainz erreichte nun auf Landesebene den zweiten Platz in der Kategorie "Comeback des Jahres". Dem Softwareentwickler und -anbieter war es nach dem Zusammenbruch des Internet-Booms und des Neuen Marktes gelungen, aus eigener Kraft umzusteuern und wieder die Rentabilität zu erreichen. Mit verantwortlich für den Erfolg sieht die "Phoenix"-Jury den Aufbau von Partnerschaften und die Gründung eines neuen Geschäftszweigs, in dem bundesweit hoch qualifizierte IT-Spezialisten an Großunternehmen vermittelt werden.
Der Druckerei Wolf aus Ingelheim bescherte ihr "Comeback" einen dritten Preis: Ende der neunziger Jahre verzeichnete der familiär geführte Betrieb bedingt durch massive Einbrüche in der Druck- und Medienindustrie starke Umsatzeinbußen. Es folgte die Umorientierung vom reinen Druckereibetrieb hin zu einem drucktechnischen Serviceunternehmen, zudem wurden neue Geschäftsfelder erschlossen. Heute ist die Druckerei Wolf deutschlandweit größter Produzent von Börsenzulassungsberichten und größter Anbieter von Papeteri-Produkten im Rhein-Main-Gebiet.
Bei der Roehn Metallbautechnik GmbH aus Simmertal, die 2002 von Otto Georg Gober aus einem insolventen Vorgängerbetrieb neu gegründet wurde, lobte die Jury insbesondere die umfangreichen Sanierungsleistungen, die zu einer besseren Eigenkapitalausstattung und zur Aktivierung des alten Kundenstamms geführt hätten. Ferner wurde gestern noch ein Sonderpreis des Mainzer "Phoenix"-Wettbewerbspartners dtms (Deutsche Telefon- und Marketing Services AG) verliehen. Vorstandssprecher Christoph Kurpinski überreichte ihn an die Fact GmbH aus Kaiserslautern.
Phoenix-Sieger
Kategorie "Comeback des Jahres"
- Bitburger Maschinenfabrik GmbH aus Messerich
- IPS Software GmbH aus Mainz
- Druckerei Wolf aus Ingelheim
Allgemeine Zeitung Mainz
09-02-2006
Christiane Stein

