Java EE ist die Zusammenfassung mehrerer anerkannter Standards, die sich für die Entwicklung portabler, robuster, skalierbarer und sicherer (mehrstufiger) Client/Server-Architekturen etabliert haben.
Dies ermöglicht dem Entwickler den Zugriff auf tragfähige Funktionen wie komponentenbasierte Entwicklung, Web Services, Enterprise Java Beans, Java Servlets, JSP, XML sowie weitere API.
Gerade in großen Projekten muss auf die Einhaltung von Standards sowie auf maximale Erweiterbarkeit geachtet werden. Dies wird durch den Einsatz von etablierten Frameworks gewährleistet, z. B.:
- Cocoon (Web)
- Struts (Web, MVC)
- Java Server Faces (Web)
- Axis (Web Services)
sowie durch die Verwendung etablierter Enterprise Application Server (EA Server), wie:
- IBM WebSphere
- BEA WebLogic
- JBoss
- SUN Java EE Application Server
Durch Nutzung dieser Komponenten erreichen wir Robustheit, geringere Entwicklungszeiten, höhere Flexibilität der Anwendungen sowie eine Steigerung der Produktivität sowohl in der Entwicklung als auch in der Anwendung.
Die Java EE (Java Platform, Enterprise Edition) ist ein Standard (Plattform) für die Entwicklung verteilter Systeme im Unternehmen. Dabei werden alle Applikationen, die über mehrere Architekturschichten verteilt sind, als Multitier bezeichnet. Die Java EE-Plattform stellt eine Komponentenarchitektur bereit, in der der Entwickler die Geschäftslogik entwickeln kann.

Java EE verfolgt als komponentenbasierte Plattform das Ziel, ständig wiederkehrende Probleme, die nicht direkt mit der Geschäftslogik zu tun haben, vom Entwickler fernzuhalten. Daher definiert Java EE einen Standard für so genannte Applikations-Server (z.B. Bea WebLogic, IBM WebSphere, JBoss, etc.). Dieser Applikations-Server stellt unterschiedliche Dienste für die Komponenten bereit, die der Entwickler ansonsten selbst umsetzen müsste. Dies reicht von Transaktionsmanagement, Messaging, Remoting bis hin zur Einbindung von Nicht-Java EE-Komponenten.
Die Java EE lagert also einen Großteil der „Framework-Probleme" an den Applikations-Server aus und erlaubt dem Entwickler, sich voll auf den Entwurf der Geschäftslogik zu konzentrieren.
O/R Mapping
Durch die Einbindung/Verwendung von Objekt-Relationalen Mappern wie
- Hibernate oder
- TopLink
kann zusätzlich eine weitestgehende Unabhängigkeit des verwendeten Datenbank-Management-Systems erzielt werden.

